Spaghetti al Limone
Eins der Rezepte mit dem meisten Klicks. Eins der Rezepte, die mir immer wieder zeigen – genial kann so einfach sein. Eins der Rezepte, an denen die Schlangen bei den Verkostungen am längsten sind…
Du brauchst keine Sahne, Mascarpone oder ähnlich verwirrende Zutaten meiner Meinung nach, sondern einfach nur richtig gute Pasta.
Pasta, die von erfahrenen Händen aus Hartweizen und Wasser hergestellt wurde und der lange genug Zeit geschenkt wurde für dich zu trocknen. Dadurch bekommst Du einfach das beste Nudelwasser, das wir benutzen um mit dem Parmigiano unsere cremige Zitronenkomposition zu zaubern.
- Zubereitungszeit5 min
- Koch-/Backzeit10 min
- Gesamtzeit15 min
- Menge4
- Region
- Italienisch
- Gang/Kategorie
- Zubereitung
- Tags
Zutaten
- 40g Salz
- 4 Liter Wasser
- 400g Manufaktur Spaghetti
- 60 ml Olivenöl
- Saft (etwa 30 ml) und Abrieb von 2 Biozitronen – gerne Amalfi wenn ihr findet
- 150 g frisch geriebener Parmesan 24 Monate gereift
Allora, so geht´s
In einem großen Topf mit gesalzenem kochendem Wasser die Spaghetti al dente garen.
Nahezu am Ende der Garzeit, wenn die Nudeln ihre Stärke herausgelassen haben, in einer großen Pfanne das Olivenöl mit 2 Schöpfkellen Kochwasser verrühren und auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Den Zitronensaft und den Parmesan nach und nach in unser Nudelwasser geben und langsamen verrühren bis der Käse langsam schmilzt.
Kurz bevor ihr die Nudeln abgießt eine weitere Schöpfkelle vom Nudelwasser zur Seite stellen.
Nun brauchen wir etwas Gefühl für Sämigkeit und Konsistenz. Kochen ist Liebe – Amore per Gusto eben.
Die al dente Nudeln abgießen und in die Pfanne geben. Langsam und vorsichtig mit einer Zange bei niedriger Temperatur vermengen und verrühren. Die ½ des Zitronenabriebs ebenso hinzufügen.
Wenn alle Nudeln sämig und gut bedeckt mit duftendem Zitronensugo sind dann mit dem restlichen Abrieb der Zitronen verfeinern und wahlweise mit weiterem Parmesan servieren.
BUONI LIMONI, BUONA CAMPAGNA!
TiPPS:
Sollten die Nudeln zu flüssig sein, einfach noch etwas länger im eigenen Sud einköcheln oder etwas mehr Parmesan dazu geben. Sollten die Nudeln zu trocken sein, etwas von dem Garwasser dazugeben.
Wenn alle Nudeln sämig und gut bedeckt mit duftendem Zitronensugo sind dann mit dem restlichen Abrieb der Zitronen verfeinern und wahlweise mit weiterem Parmesan servieren.
Extra-BonBon: Wer noch mehr Bella Figura machen will, der garniert die Pasta mit frisch gegrillten Gambas oder Lachssteaks.





Lettinis Olivenöl Extra Vergine Apulien - Kanister 500 ml
Aus den sonnigen Hainen Nordapuliens: Ein mildes, mittelfruchtiges Olivenöl mit frischem Aroma, vollmundigem Charakter und anhaltendem Abgang. Ein kulinarischer Allrounder, der jede Küche bereichert.
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Unser Produzent Davide hat sich nachhaltig darauf spezialisiert nicht geerntete Kleinmengen oder nicht verkäufliche Stücke von Bauern aufzukaufen und diese der sich einzeln zu selektionieren, schonend zu trocknen und zu konfektionieren. Gegen Lebensmittelverschwendung, für mehr Genuss ohne Reue und Knoblauchatem und eben für mehr Baci, danach!
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In der Famiglia Lettini wurde mit 9 Kindern nichts weggeworfen. Meine Oma war eine Künstlerin in der Resteverwertung und so kann ich mich noch sehr lebhaft an ihre saftigen Brotbällchen erinnern, wenn Brot übrig geblieben war oder auch wenn das Geld am Monatsende knapper war und es statt aus Hack eben Polpette di Pane Sonntags gab. Beide Varianten waren übrigens unter den Geschwistern heiß begehrt und den Erzählungen meines Vaters nach musste man auf seinen Teller schon ziemlich Acht geben, denn der Futterneid in der Familie Lettini war nicht unerheblich, was zu mittelgroßen Dramen am Sonntagstisch führen konnte. Egal wieviele Personen zugegen es gab immer einen Platz am Tisch auch für spontanen Besuch und hungrig ging keiner hinaus. Meine Oma war eine sehr tapfere, geduldige Frau und so sind alle ihre Kinder „groß und stark“ geworden. Die Liebe zum Essen ist im Übrigen bei allen Lettinis auch heute noch überproportional stark ausgeprägt – generationsübergreifend versteht sich.
Diese Resteverwertung ist eine Hommage an meine Oma, an die Traditionen der apulischen Küche und der italienischen Gastfreundschaft, bei der auch spontaner Besuch immer herzlich willkommen ist.
Friselle mit Tomaten und Burrata
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Apulien ist bekannt für sein Weizen und entsprechend beliebt für seine Pasta, sein Brot oder auch seine Taralli. Die Frisella oder im salentinischen Dialekt frisèddha genannt entstand aus der Not heraus, das man auf dem Land oder zu hoher See eine Brotart benötigte, die lange haltbar und zugleich dennoch genussreich war. Man findet die Frisella auch in der Basilikata, Kalabrien (Fresa) und in Kampanien (Fresella).
Le Frise werden doppelt gebacken (bis-cotto) und können mit etwas Wasser wieder zum „Leben“ erweckt werden. Das Loch in der Mitte wurde für die bessere Aufbewahrung und den Transport eingebacken und war vor allem auch für die Fischer auf ihren langen Schiffsreisen ein Segen, da diese durch das Loch ihre Angelschnur fädeln konnten und die Frise dann im salzigen Meerwasser für ihre Mahlzeit vorbereiten konnten. Olivenöl und ein paar Zwiebeln und fertig war die „Bruschetta“.
Heute nutzt man am Tisch stilvoll eine Keramikschale „Sponzafrisa“, in der man in der unteren Hälfte das gesalzene Wasser gibt, die Frisella dann dort eintunkt und dann auf der oberen Hälfte diese dann zum Abtropfen legen kann. Die nächste „Glaubensfrage“ Land auf und ab ist neben dem Belag noch, wie viele kreisende Bewegungen man mit dem Öl über die Frisa macht. Un „Giro d’Olio“ direkt nach dem Wasserbad, dann der Belag und dann nochmal eine Runde Öl als Abschluss? Oder lediglich eine kreisende Ölbewegung als Topping?
Elementare Fragen bei der Zubereitung der Frisella und zum Teil auch Grundlage für ausufernde, lebhafte Diskussionen unter foodaffinen Apuliern – einfach herrlich mit welcher Leidenschaft man sich diesen Glaubensfragen hingeben kann. Ich persönlich genieße übrigens 2 Runden und lade euch herzlich ein, die Frisa mal selbst zu probieren und vielleicht mal eine Festa di Frisa zu organisieren… Die Bruschetta 2.0 macht bestimmt auch der Famiglia und den Amici viel Spass!